Erster Wettbewerb ist der Lauf über ein Stadion (192,25 Meter) in der Stadt Olympia. Daraus entstand der "Diaulos" (Lauf über zwei Stadien). Dann, im Jahr 1866, der Beginn der modernen Leichtathletik. Die ersten Landesmeisterschaften werden in England vom Amateur Athletic Club in London organisiert. Der französische Philologe Michel Bréal macht 1896 den Vorschlag für einen Langstreckenlauf über 40 km von Marathon nach Athen zur Erinnerung an den legendären Soldaten. Die Leichtathletik der Männer gibt es schon bei den Spielen in der Antike. Olympiasieger wie Jesse Owens (Sprint), Sebastian Coe (Mittelstrecke) oder auch Emil Zatopek (Langstrecke) sind auf der Laufbahn zu Legenden geworden.
Die Frauen laufen erst seit 1928 bei Olympia mit. In Amsterdam gehen sie über 100 Meter, 800 Meter und die 4 x 100-m-Staffel an den Start. Die Langstrecken-Disziplinen werden für Frauen erst ab 1984 (Marathon) in das olympische Programm aufgenommen. Auf den Sprintstrecken dominieren die US-amerikanischen Läuferinnen. Wie die 1998 im Alter von 38 Jahren verstorbene Florence Griffith-Joyner, die 1988 in Seoul dreimal Gold und einmal Silber gewinnt. Die Langstrecken dagegen werden zunehmend zu einer Domäne der Afrikanerinnen.
Erfolgreichster Teilnehmer aller Zeiten ist Carl Lewis mit vier Goldmedaillen im Weitsprung (1984 - 1996). Der Hochsprung der Frauen ist seit 1928 olympisch, der Weitsprung seit 1948, der Dreisprung seit 1996 und in Sydney folgt dann auch noch erstmals der Stabhochsprung. Alle Sprungdisziplinen stehen schon seit 1896 auf dem Programm.
Die Wurzeln liegen bereits in der Antike. Der Diskuswurf und das Hammerwerfen gehören auch zu den Disziplinen der ersten Olympiastunde 1896 in Athen. Das Kugelstoßen kommt vier Jahre später, das Speerwerfen 1908 hinzu. Die Wurfdisziplinen sind zunächst eine reine Männerdomäne. Das ändert sich erst mit den Spielen in Amsterdam 1928 (Diskus). Später sind die Speerwerferinnen (1932) und die Kugelstoßerinnen (1948) dabei. 1956 in Melbourne geht der Stern eines Diskuswerfers auf, der schließlich zu einem der großen Olympia-Helden aufsteigt: Der US-Amerikaner Al Oerter gewinnt vier Mal in Folge die Goldmedaille.
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